Wohlbefinden der Mutter hat hohe Priorität

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 „Nein-sagen“ erlaubt

Die sich aufopfernde Mutter
„Noch immer herrscht der Mythos der sich aufopfernden Mutter: Eine Mutter muss immer da sein.

Aber wo bleiben die Bedürfnisse und Grenzen der Mütter? Oft auf der Strecke. Ist die Mutter am Ende ihrer Kräfte, reagieren die Kinder verunsichert und das Paar verliert den Kontakt zueinander. Dem Wohlbefinden der Mutter muss ausreichend Aufmerksamkeit und eine große Priorität eingeräumt werden. Es allem anderen unterzuordnen schadet nicht nur der Mutter selber, sondern der ganzen Familie“, weiß Heinz Senoner, Direktor des Südtiroler Kinderdorfes.

 

„Nein-sagen“  lernen
Viele Mütter erleben sich als egoistisch, wenn sie einmal „Nein“ sagen zu den Wünschen der Familie. Aber gerade dieses „Nein- Sagen“ muss gelernt werden. Dies fällt leichter, wenn  es als „JA zu sich selbst“ verstanden wird. Wenn ich mir selber zustimme, (Ja sage) kann ich leichter guten Gewissens „Jetzt nicht“, „Nein, das mag ich nicht“ „Nein, ich habe keine Zeit (Geduld, Energie, …)mehr“ sagen.
Da gilt es Auszeiten zu suchen, Netzwerke zu bauen, den Partner mehr einzubeziehen, Verwandte und Freunde um Hilfe zu bitten. Es ist auffällig wie schwer sich viele Mütter tun, andere um Hilfe zu bitten. Das ist kein Zeichen der Schwäche, sondern ein Zeichen von der Übernahme der Verantwortung für sich selbst.

 

Sich selbst ernst nehmen
Wichtig sind offene Gespräche mit dem Partner oder mit Freunden, sollte kein Partner da sein. „Gemeinsam gilt es Wege zu suchen, wo die Frau wieder Kraft schöpfen kann. Diese Wege sind in jeder Familie unterschiedlich. Wichtig aber ist, dass die Situation ernst genommen und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird“, rät Senoner.
Keinem Kind geht es besser als seiner Mutter/seinen Eltern. Kinder fühlen sich schuldig, wenn es den Eltern schlecht geht.
Entspannte Eltern erlauben dem Kind es selbst zu sein, sich zu entspannen und sich zu entfalten.

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