Wir sagen Danke für die Spenden!

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Wir vom Südtiroler Kinderdorf möchten uns für die zahlreichen Spenden bedanken, die wir über die Weihnachtszeit erhalten haben.

Von November bis heute haben 338 SpenderInnen an die von uns betreuten Kinder und Jugendlichen gedacht. Insgesamt kamen dabei gut 39.000 € zusammen! Die Anzahl und die Großzügigkeit der Spender haben uns überrascht und sehr gefreut. Besonders angesichts der wirtschaftlich schwierigen Lage, in der wir uns, aber auch viele BürgerInnen sich befinden. Die Spenden stellen für uns eine große Erleichterung dar!

Seit mehreren Jahren ist die Höhe der Beiträge seitens der öffentlichen Hand eingefrorenen und trotzdem wollen wir eine umfassende Betreuung von benachteiligten Familien, Kindern und Jugendlichen garantieren. Die Herausforderung ist umso größer, da unser fachliches Angebot eine weitaus breitere Palette an Betreuungs- und Behandlungsarten beinhaltet, als sie vom öffentlichen Beitragskatalog vorgesehen ist.

So etwa haben wir in den Weihnachtsferien einen Skikurs für unsere Betreuten organisiert. Sechs Kinder im Alter von neun und zwölf Jahren haben in Vals fünf Tage mit einem Skilehrer Sport betreiben und sich besonders vom mühsamen emotionalen Stress erholen können, den sie aufgrund ihrer schwierigen familiären Situation erleiden.

Spendenmittel brauchen wir aber auch für gezielte Betreuungen. Wie etwa bei Sebastian. Der Bub kam in einer Notsituation zu uns. Seine Eltern waren mit der Erziehung völlig überfordert. Das Kind wurde zu Hause gezüchtigt und abgewertet. Mit dem Sozialdienst wurde für ihn eine Einzelbetreuung vereinbart, da Sebastian bereits an einer Wahrnehmungsstörung litt.

Seine individuelle Betreuung wurde über das Pflegegeld des Landes gezahlt, ein Beitrag der aber niemals die 20, für Sebastian nötigen Stunden an Einzelbetreuung abdeckt. Die leistet eine unserer Sozialpädagoginnen, die Sebastian für Therapiebegleitung, Lerntraining, Betreuung in belastenden Gruppensituationen zur Seite gestellt wurde.

Könnte die Südtiroler Kinderdorf Genossenschaft für diese zusätzlichen Leistungen nicht auf Spendenmittel zurückgreifen, wären sowohl der Bub, als auch die Gruppe, in die er bei uns eingegliedert worden ist und auch die ErzieherInnen völlig überfordert. Und Sebastians belastete Situation könnte nicht oder nur schwer aufgelöst werden.

Es gibt zahlreiche weitere Kinder und Jugendliche, für die wir aktuell über das vorgesehene Maß hinaus pädagogische Betreuung, Therapien oder auch Begleitung zu Hause anbieten. Dies ist uns nur dank Ihrer Spenden möglich.

Ein großes Dankeschön, auch im Namen aller Betreuten.

Obmann Walter Mitterrutzner und Direktor Heinz Senoner                                 Brixen, 14. Jänner 2014

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