Umbauten

© 2019 Magnus CMSPlus

Für die Zukunft rüsten

Das Südtiroler Kinderdorf hat mit einer Reihe von Sanierungen seine Infrastruktur erneuert und die Betreuungsplätze den aktuellen Bedürfnissen angepasst.

Seit einigen Jahren sind wir im Südtiroler Kinderdorf damit konfrontiert, dass die Gebäude und die Infrastruktur im Dorf von ihrer intensiven Nutzung gezeichnet sind. Leitungen, Mauerwerk, Heizsystem – für alles war beim Bau des Kinderdorfes im Zeitraum 1956 bis 1966 gesorgt worden und in den 1980er Jahren gab es die letzte Sanierung. 30 Jahre lang hat sich diese bewährt. Nun konnten Verschleißerscheinungen aber nicht mehr übersehen werden.

Der Anspruch an die Gebäude hat sich aber auch durch die neuen Betreuungsmodelle  verändert. Früher betreute eine Kinderdorfmutter bis zu neun Kinder. Heute betreuen wir in in Kinderdorffamilien und Kinderwohngruppen jeweils 5-6 Kinder, in Jugendwohngemeinschaften bis zu 8 Jugendliche.

Für unsere Betreuten ist es sinnvoll, mehr individuellen Raum anbieten. Wer mit einer oft schweren Belastung leben soll, braucht ausreichend Rückzugsraum. So galt es, zu den drei Zimmern weitere drei dazuzugewinnen. Ebenso sollen die Bedürfnisse der Erzieherinnen nach getrennten Schlaf- und Arbeitsplätzen berücksichtigt werden.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Umbauarbeiten durchgeführt:

  • Von März 2009 bis Oktober 2010 wurde das Haus Ottweiler umgebaut
  • Von März bis November 2010 wurde der Dorfplatz geschaffen, in dem der Graben zwischen den Häusern aufgefüllt wurde.
  • Vom März  bis November 2011 haben die Stadtwerke Brixen das Kinderdorf an das Fernheizwerk angeschlossen.
  • Im Sommer 2012 wurde das Haus Sparkasse saniert.
  • Im Übergang von 2012 zu 2013 haben wir unser Computersystem für die aktuellen Anfordernisse optimiert.
  • Im Laufe dieses Sommers wurden 2013 das Haus Brixen, das Haus Bozen und das Haus Bruneck saniert.

Arbeitsschutz, Feuerschutz, Normen der EU – wir mussten beim Umbau alle rechtlichen Standards berücksichtigen und auch darauf achten, unsere Haltungskosten etwa durch Wärme-dämmende Maßnahmen zu reduzieren.

Mit eigenen  Reserven oder Spendenmitteln könnte das Südtiroler Kinderdorf diese Ausgaben niemals allein bestreiten. Dank der großzügigen Unterstützung der öffentlichen Hand, seitens des Amtes für Familie, Frau und Jugend, und Institutionen wie der Stiftung Südtiroler Sparkasse konnten wir das Kinderdorf für die Zukunft rüsten.

 

Brixen, 30. August 2013

 

« Zurück