Buchvorstellung Rabenmutterland

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Elisabeth Malleier liest aus
„Rabenmutterland“

4. November 2016
18 Uhr – in der Bürgerstube, Großer Graben 19 - Brixen

Im Zentrum des Buches steht die wahre Geschichte zweier Frauen in Südtirol, Anna und Rosa. Beide waren Alleinerzieherinnen, als sie sich während der sogenannten Südtirol-Option im Jahr 1939 für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden und im Frühjahr 1940 zusammen mit ihren Kindern in Hitlers Reich auswanderten. Zwölf Jahre später kehrten beide Frauen nach Südtirol zurück.

Über die Auswirkungen von Politik auf Individuen in Zeiten zweier Diktaturen hinausgehend, thematisiert dieser Text auch mehrere Tabus aus den ersten Nachkriegsjahrzehnten der Südtiroler Gesellschaft, wie die Stigmatisierung von psychiatrisch Erkrankten, Alkoholismus und Gewalt in der Familie. In die Familiengeschichte mit eingeflochten sind auch Erinnerungen an die Kindheit und Jugend der dritten Generation, einer Enkelin von Rosa und Anna und Autorin dieses Buches, die im Südtirol der 1960er und 1970er Jahre aufwuchs.

„Das vorliegende Buch ist außergewöhnlich. Nicht so sehr deshalb, weil die Geschichte, die darin erzählt wird, so besonders ist – sie ist es eigentlich gar nicht. Es sind Geschichten von Menschen in Südtirol, die als Angehörige der sozialen Unterschicht historischen Wechselfällen und politischen Zäsuren besonders ausgeliefert sind.“
Martha Verdorfer

Elisabeth Malleier, geboren 1961 in Bruneck, Kindheit in Meran und im Südtiroler Kinderdorf in Brixen. Absolvierung der St. Franziskus-Krankenpflegerschule in Bozen und mehrjährige Berufstätigkeit in Deutschland. Studium der Geschichte in Innsbruck, Berlin und Wien. Lebt als Historikerin und Angehörige des akademischen Prekariats in Wien.

Letzte Publikation: »Kinderschutz« und »Kinderrettung«. Die Gründung freiwilliger Vereine zum Schutz misshandelter Kinder im 19. und 20. Jahrhundert.


Beschreibung Buch Rabenmutterland
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