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Treff.Familie in Lana




Sitz des Treff.Familie Lana

 

Das Südtiroler Kinderdorf bietet seit einigen Monaten mit dem Treff.Familie in Lana ein neues Angebot.

 

Kürzlich hielt der Treff.Familie Lana des Südtiroler Kinderdorfes den Tag der offenen Tür ab. Am Sitz im alten Areal des Lorenzerhofes in der St. Martinstraße, Lana, konnten sich Interessierte über das neue Angebot informieren.

 

Treff.Familie ist für alle Familien aus Lana und den Nachbargemeinden da, die Fragen zur Erziehung, Förderung, Betreuung und auch zur Freitzeitgestaltung ihrer Kinder haben, Antworten darauf suchen und sich andere Möglichkeiten und neue Anregungen für ihre Elternarbeit wünschen.

Das Projekt Treff-Familie wird vom Land Südtirol und der Gemeinde Lana unterstützt. Es bietet seine Dienste jenen Müttern und Vätern an, die die „Herausforderung Familie“ kreativ, konstruktiv und lösungsorientiert annehmen.

 

Treff.Familie berät interessierte Familien, vermittelt ihnen auf Wunsch Ansprechpartner bei Trägern verschiedener Einrichtungen wie Kindergarten, Schule, Gemeinde oder anderer Dienste.

Treff.Familie begleitet Eltern und Kinder, um gemeinsam Lösungen und Antworten für ihre Fragen zu erarbeiten und zu finden.

In Veranstaltungen werden aktuelle Themen aufgegriffen, die Eltern heute unter den Nägeln brennen.

 

Auch die „Frühen Hilfen“ sind beim Treff.Familie angesiedelt. Mit diesem Dienst sucht das Südtiroler Kinderdorf individuelle Lösungen für junge Mütter und Väter, die von ihren Familien keine Unterstützung bekommen und/oder sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.

 

Da jede Situation persönlich und daher verschieden ist, wird auf flexible und individuelle Unterstützung wert gelegt.

 

Lana, den 10. Februar 2012

 





Die Sprache des Spiels





Das Therapie Center im Südtiroler Kinderdorf bietet eine breite Palette an Behandlungsmethoden. Siehe &rarr

Zum Beispiel die Spieltherapie.

 

 

Zahlreiche Therapieformen beruhen auf Kommunikation. Dabei steht nicht immer Sprache im Mittelpunkt. Wir alle wenden verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten an, ob durch unser Verhalten, durch Gestikulieren oder mit dem Gesichtsausdruck.

Was Kinder besonders gut können, ist sich durch ihr Spiel mitzuteilen. In der Wahl und Art, wie Kinder spielen, erzählen sie von sich, von ihren Gedanken, davon, was sie beschäftigt und worüber sie nicht sprechen können.

 

Auf diese, den Kindern eigene Kommunikationsart, baut die Spieltherapie auf. Christine Gruber, Spieltherapeutin und Gestaltherapeutin i.A. im Südtiroler Kinderdorf, kann diese kindliche Kommunikation lesen und verstehen. In einem mit Spielsachen ausgestatteten Raum im Therapie Center arbeitet sie mit betreuten sowie mit externen Kindern, deren Eltern sie darin unterstützen möchte, eine problematische Phase zu überbrücken.

 

Die Spieltherapie eignet sich für unterschiedliche Schwierigkeiten. „Es zählt nicht, wie groß wir das Problem einschätzen“, beschreibt Therapeutin Gruber die Diagnosen, „die zentrale Frage ist: Wie groß ist der Leidensdruck des Kindes und der Eltern?“

Die Klienten von drei bis zwölf Jahren haben manchmal nur leichte Auffälligkeiten, sind etwa sehr schüchtern, zeigen wenig Selbstwertgefühl oder sind konzentrationsschwach. Auch Kinder in Trennungssituationen können mit Spieltherapie unterstützt werden. Ebenso können Ängste, Zwänge, Verhaltensauffälligkeiten, Bettnässen Anlass sein, warum diese Therapie hilfreich ist. Aber auch Traumatas.

 

Zwischen Kind und Therapeutin wird während der Sitzungen mit Hilfe des Spiels eine Beziehung aufgebaut und therapeutisch interveniert. Das Kind wählt das Spiel, ob Regel- oder Rollenspiel, Puppen- oder Bewegungsspiel, freies Spiel oder kreatives Gestalten. Dabei „findet das Kind intuitiv den Ausdruck seines Bedürfnisses und weist mir dabei den Weg“, so Therapeutin Gruber.

 

Ihre Aufgabe ist es, die vom Kind gewünschten Rollen zu übernehmen. So weisen Kinder manchmal ihr durchaus die eigene Rolle aus einer früheren Erfahrung zu, bei der sie verletzt wurden. „Damit schaffen sich Kinder Distanz, um sich selbst von außen sehen zu können“, erklärt Gruber. Das gewählte Spiel führt immer zu einem Punkt, an dem das Kind sich innerlich mit etwas beschäftigt.

Innere Blockaden erkennt man, wenn das Kind sehr monoton und wiederholend spielt, als würde es von einer inneren Hürde abgehalten, weitere Schritte zu setzen. Christine Gruber: „Dabei ist es durchaus üblich, dass Kinder immer wieder das gleiche spielen.“ Im Spiel erlebt das Kind die mit der Situation einhergehenden Gefühle wieder, wiederholt sie und macht sie so einer Bearbeitung zugänglich.

 

Spielen heilt. Nicht umsonst gilt: Die Arbeit der Kinder ist zu spielen. Sie werden dabei sie selbst. Und finden damit auch wieder zu sich zurück.

 

12. Jänner 2012

 





Pflegefamilien gesucht



 

Das Kinderdorf sucht interessierte Familien

für zu betreuende Kinder und bietet professionelles Angebot mit Teilzeitvertrag

 

Das Südtiroler Kinderdorf hat vor einem Jahr ein neues Modell zur stationären Bertreuung von Kindern eingeführt: die Familienähnliche Wohngruppe. Ein dem Kinderdorf anvertrautes Kind konnte in eine Familie eingegliedert werden und lebt nun in einer natürlichen Umgebung mit Geschwistern und Pflegeeltern.

Sowohl das Kind als auch das Zusammenleben der erweiterten Familien haben sich sehr gut entwickelt. Das Kind hält sowohl Kontakt zu seinen leiblichen Eltern sowie zu früheren Bezugspersonen und hat somit einen weichen Übergang in eine neue Betreuungssituation erfahren.

 

Das Kinderdorf sieht sich darin bestätigt, mit dem Modell weiterzuarbeiten und sucht nun weitere Familien, die zur dieser Kooperation bereit sind.

 

Voraussetzung für die Familienähnliche Wohngruppe ist eine Familie, die stabil und offen dafür ist, ein Kind für einen längeren Zeitraum bei sich aufzunehmen. Ein Elternteil wird bei der Zusammenarbeit mit dem Kinderdorf in Teilzeit als Mitarbeiter/in angestellt. Dieser Elternteil wird im Team des Familenbereiches eingebunden, nimmt an Weiterbildungen teil und erhält bei Bedarf professionelle Unterstützung seitens des Südtiroler Kinderdorfes.

 

Wenn Sie Interesse daran haben, ein betreuungsbedürftiges Kind in ihr Familiensystem einzubinden, freuen wir uns, wenn Sie sich melden. Folgende Bedingungen werden vorausgesetzt:

 

• Bereits vorhandene eigene/s Kind/er

• Beide Eltern sind engagiert an der Erziehung beteiligt

• Überzeugung beider Elternteile für die Zusammenarbeit

• Soziales Engagement

• Interesse an der Theorie und an Auseinandersetzung mit sich selbst

• Teilzeitanstellung eines Elternteils

• Zusammenarbeit mit dem Kinderdorf zur Reflexion und Qualitätssicherung

 

Informationen und Anfragen

unter tel. 0472/270500 oder familien@kinderdorf.it

 

Bereichsleiterin Christa Delmonego

 

 





Großes Interesse an der interdisziplinären Fachtagung zur Selbstfürsorge


Zwischen Engagement und Überforderung

Über den Umgang mit Belastungen und Stress

in sozialen, medizinischen und pädagogischen Berufen

 

An die 120 TeilnehmerInnen aus pädagogischen, sozialen und auch aus medizinischen Berufen haben die Tagung besucht. Das aktuell große Interesse an Instrumenten und Methoden für Abbau von Stress und zur Vorbeugung vor Belastungen besonders für Berufsgruppen, die mit Menschen arbeiten, hat sich dem Südtiroler Kinderdorf als Veranstalter der Interdisziplinären Tagung mehr als bestätigt.

 

Die ReferentInnen, Prim. Dr. Harald Meller und Prim.in Dr.in Katharina Purtscher haben zahlreiche solcher Instrumente vorgestellt und diese in Referaten skizziert und in den Workshops mit den Teilnehmern angewandt. Es handelt sich dabei um spezifische Methoden, die Bedürfnissen unterschiedlicher Berufsgruppen jeweils angepasst werden können.

 

Es bedarf einiger Voraussetzungen, um diese Methoden einzuführen, die erst dann sinnvoll sind, wenn sie systematisch und methodisch installiert werden. Die einzelnen Mitarbeiter/innen müssen sich ebenso wie die ganzen Teams gemeinsam mit besonders belastungsreichen Ereignissen ihrer Arbeit befassen und dazu auch bereit sein. Es braucht aber vor allem auch Zugeständnisse der Institutionen, dass diese Methoden, es sind vorwiegend Reflexionstätigkeiten, während der Dienstzeit eingeräumt werden.

Klar wurde auf der Tagung auch, dass es nicht darum geht, welche die beste unter den vorgestellten Methoden sein kann: Jede Methode wird je nach Situation und Bedarf eingesetzt, etwa für den Fall, dass aktuell belastende Ereignisse eintreten, oder in einem anderen Fall, dass grundsätzliche Reflexion notwendig ist. Es braucht ebenso konkrete Krisenintervention wie die Konzentration auf solche Vorgänge im Team, die außerhalb des rein organisatorischen Ablaufes stattfinden. Die auf der Tagung dargestellten Methoden sind: Stressbewältigung und Kollegiale Unterstützung, Fallbesprechung im eigentlichen Sinn, Forum-Fallbesprechung und Strukturierte Intervision.

 

Jede Methode zielt auf eine andere Ebene des Teams. Je besser verschiedenen Ebenen der Teamarbeit methodisch in den beruflichen Alltag gepflegt werden, desto besser sind die Ergebnisse des Teams. Das bedeutet, dass auch die Betreuung oder Behandlung der Klienten besser gelingt, wenn sich das Mitarbeiterteam wohl, sicher und geschult fühlt.

Nach der ständigen Verbesserung der Methoden zur Betreuung und Behandlung von Klienten, kann man nach dieser Tagung verstärkt davon überzeugt sein, dass Dienste damit verbessert werden, indem die Fachleute in den Einrichtungen Instrumente für ihre physische und psychische Sicherheit erhalten.

 

Brixen, den 24. Oktober 2011

In diesem Sinne,

mit freundlichen Grüßen

 

Der pädagogische Direktor Heinz Senoner

Der Obmann Walter Mitterrutzner

 

 






Tiergestützte Therapie mit Esel



 

Im Rahmen der Sanierung des Thalhofer-Geländes haben drei Eselstuten auf der Weide Quartier bezogen. Es lässt sich beobachten, wie Passanten, Kinder und Erwachsene, am Zaun stehen, um mit den Eseln in Kontakt zu kommen. Mit ihrer ruhigen, geduldigen Art verfolgen die Tiere das Treiben der Menschen. Bisweilen ‚rallen’ sie laut zum Gruß. Rallen ist ein altes Wort für den charakteristischen Eselsschrei.

 

Die Anwesenheit der Tiere im Südtiroler Kinderdorf hat einen konzeptionellen Hintergrund: Besitzerin der Esel ist Ergotherapeutin Ruthilde Heimann, die in der tiergestützten Therapie arbeitet. Die Ergotherapeutin versteht sich als Dolmetscherin zwischen den Tieren und den jungen Bewohnern des Südtiroler Kinderdorfs.

Heimann setzt dabei die motivierende Kraft ein, die ihre Esel zur Anregung von Entwicklungsprozessen besitzen. Vielen Jugendlichen und Kindern tut die vorurteilsfreie, wohlwollende Begegnung mit den Tieren gut. Sie geben dem Verhalten der jungen Menschen ein direktes Feedback ohne moralischen Zeigefinger: So schlägt etwa eine ungestüme Annäherung die Esel in die Flucht, während sie bei gut dosierter Kontaktaufnahme Freundschaft akzeptieren. Eigene Ängste lassen sich im Umgang mit den Tieren in Stolz umwandeln und auch Führungsfähigkeiten und Entschiedenheit können erprobt werden.

 

„Die Arbeit mit den Eselinnen kann auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden“, so Therapeutin Ruthilde Heimann. Diese Arbeit beginnt bereits mit der Tierversorgung, wie Füttern, Ausmisten, Hufpflege, etc. Sie reicht über das Erlernen des richtigen Umgangs mit Tieren bis hin zu gezielter therapeutischer Intervention bei Wahrnehmungsdefiziten, zur Verhaltensregulierung und zur Förderung des Selbstwertes.

Speziell Jugendliche können sich durch Erwerb eines nach Kompetenzen gestaffelten „Eselsführerscheins“ als Tierführer qualifizieren und in Form einer Arbeitserprobungsmaßnahme bei Trekkingtouren und Veranstaltungen assistieren.

 

Die drei Eselinnen sind erst der Anfang. Sobald die bauliche Sanierung des Thalhofer es ermöglicht, werden auch andere Tiere eingeplant, um sie für tiertherapeutische Aktivitäten einzusetzen und die Wiese vor dem Kinderdorf zu beleben.

 

16. August 2011





Der sozialpädagogische Landwirt





Projektleiter Sigmund &
der Thalhofer, Juli 2011

Christian Sigmund ist Projektleiter des „Thalhofers“ und sowohl für die landwirtschaftliche Betreuung des Hofes zuständig wie für die Einbindung der Betreuten im Südtiroler Kinderdorf.

 

Herr Sigmund, welche landwirtschaftlichen Bereiche sind am Thalhofer geplant?

Christian Sigmund: Wir möchten einen Stall einrichten, für einige Tiere, etwa Alpaccas, Hühner. Auch Schweine und Schafe wären schön zu halten. Diese Artenvielfalt der Tierhaltung kostet natürlich mehr Aufwand und wird zu einem späteren Zeitpunkt noch genau durchdacht und geplant. Drei Esel sind schon da, die in bestimmte Therapien eingebunden werden.

 

Wie wird das Gelände am Hof genutzt?

Chr. S.: Mit Gärten für Gemüse und Kräutern, auch Sträucher für mehrere Beerensorten. Und wir möchten Streuobstbäume setzen. Im Wirtschaftsgebäude kann die Ernte aus den Gärten verarbeitet werden. Dann ist auch der Wald, der gepflegt und ausgeholzt werden muss. Da fällt viel Arbeit an.

 

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5 Promille für Kinder, Jugendliche und deren Eltern


Steuernummer 00395790215       DANKE!... mehr


Info und Kontakt


Das Therapiecenter

ist erreichbar unter:

 

therapiecenter@kinderdorf.it

T +39 0472 270 515

M +39 338 72 877 69

 

Anmeldungen im Sekretariat

bei Astrid Braunhofer

 


 

Das Leben nach dem

Südtiroler Kinderdorf

 

Drei ehemalige Betreute, eine Frau und zwei Männer, haben sich dazu bereit erklärt, aus der Sicht von heute ihr Leben im und nach dem Südtiroler Kinderdorf zu erzählen.

 

Hier die drei sehr persönlichen Autobiografien.

 


Südtiroler Kinderdorf
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